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Die besten Scones in Oxford – 3 Tipps für Cream Tea in der berühmten Universitätsstadt

16. Dezember 2019
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[Unbezahlte Werbung] Oxford ist einfach magisch. Kaum überquert man die Magdalen Bridge und befindet sich im „alten Oxford“ spürt man die Geschichte, versteht die Berühmtheit dieser Stadt und bestaunt einfach diese grandiosen Bauwerke. Die Altstadt in Oxford ist klein, doch hat einiges kulinarisch zu bieten. Was hier nicht fehlen darf, ist ein Ort, an dem man Scones zwischen den Vorlesungen oder an einem verregneten Sonntag naschen kann. Ich verrate dir, wo es meine Lieblingsscones im schönen Oxford gibt. 

Für den Tee sind die Briten bekannt. Er gehört einfach zum Leben dazu, wie es in Deutschland der Kaffee ist. Der Tee am Nachmittag hat in Großbritannien aber noch einmal einen anderen Stellenwert, denn er wird serviert mit allerlei Köstlichkeiten – mal größer, mal kleiner.

Was ist Cream Tea?

Cream Tea ist eine Art Zwischenmahlzeit am Nachmittag. So, wie wir Deutschen gerne eine Tasse Kaffee trinken und uns ein Stück Kuchen gönnen, zelebrieren die Briten den Snack zu der Tageszeit mit einer guten Tasse Tee – welch’ Überraschung – und mit ein bis zwei Scones. Scones sind kleine, süße Brötchen, die einmal in der Mitte aufgeschnitten und bestrichen werden. Clotted Cream und Erdbeermarmelade werden mit dem feinen Gebäck serviert. Dabei handelt es sich um eine sehr sahnige, fluffige, wirklich leckere Butter, die ich so noch nie zuvor gegessen hatte. Die Erdbeerkonfitüre ist mit der unseren vergleichbar. Durch die Clotted Cream erinnert diese kleine Köstlichkeit aber in keinster Weise an das Standard-Marmeladenbrötchen. Cream Tea ist etwas ganz anderes, eigenes, das du unbedingt probiert haben musst.

Was ist der Unterschied zum bekannten Afternoon Tea?

Okay, Cream Tea wird nachmittags eingenommen. Ist das dann gleichzeitig auch der berühmte Afternoon Tea? Nein, nicht direkt. Der Afternoon Tea im traditionellen Sinne ist weitaus üppiger als einfach nur ein paar Scones mit Tee. Neben dem Gebäck werden auch herzhafte Häppchen, Sandwiches und Kuchen angeboten. In den Cafés meist auf Étagèren serviert, hat sich die kleine Nachmittagsschlemmerei auch schon nach Deutschland durchgeschlagen. 

Ich persönlich finde den Afternoon Tea aber fast zu viel für einen „Nachmittagssnack“ und bin daher großer Freund des Cream Teas.

3 Tipps für klassischen Cream Tea in Oxford

Tipp Nummer 1: Café Loco

Café Loco – der Name an sich ist schon widersprüchlich zu dieser britischen Teetradition, denn im Namen steckt ein Hauch Frankreich und Spanien, im Inneren jedoch wird feinstes britisches Teegebäck und studentischer Flair serviert.

Wer einen Platz an den Fenstern zur Straße hinaus ergattert, kann das beeindruckende Christ Church College bewundern, während bei Tee und butterweichen Scones das Leben genossen wird.

„Loco“ (spanisch „verrückt“) wird man tatsächlich, wenn man einmal die Scones gekostet hat. Sie zerfallen fast in der Hand, sind frisch gemacht, wunderbar warm und mit Clotted Cream und Strawberry Jam ein wahres Gedicht.

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer das Café Loco für den Cream Tea wählen. Die Lage zum Christchurch Meadow, einem großen Park, ist außerdem ein schlagfertiges Argument, denn ein Spaziergang nach dem feinen Gebäck kommt gerade recht.

Aber Achtung: Platzgarantie hat man hier nie. Eventuell musst du mit etwas Wartezeit rechnen, da das Café Loco wirklich zu jeder Tageszeit sehr gut besucht ist.

Tipp Nummer 2: The Grand Café

Im „The Grand Café“ fühlt man sich etwas wie bei der Queen zum Tee geladen. Schon die Hausfassade, direkt an der High Street, lässt davon ausgehen, dass hier Tradition an oberster Stelle steht. So wie die Fassade es vermuten lässt, so geht es auch im Inneren weiter. Opulente Verzierungen, feines Geschirr und beeindruckende Preise zeichnen das „The Grand Café“ aus. Es vermittelt jedoch im Gegenzug zum „Café Loco“ viel mehr dieses Großbritannien, das man aus Filmen kennt. Ganz klar die schickere Adresse, auch wenn der Geschmack der Scones im „Café Loco“ meiner Meinung nach deutlich überzeugt.

Tipp Nummer 3: The Rose

Ebenfalls an der High Street gelegen, ist das „The Rose“ beinahe unscheinbar und wird gerne übersehen. Ein kleiner Tisch steht vor dem großen Schaufenster, der meiner Meinung nach bei gutem Wetter, der beste Platz in dem überschaubaren Café ist. Bei leckeren Scones, einer Tasse Tee und einer guten Freundin lässt sich hier das geschäftige Treiben auf der High Street beobachten. Die Scones sind vorzüglich – doch finde ich das Café im Inneren eher weniger ansprechend.

Fazit: Gehe unbedingt ins Café Loco und steuere danach den Christ Church Meadow an. Solltest du keinen Platz bekommen und keine Zeit und Lust haben, zu warten, sind das „The Grand Café“ und das „The Rose“ super Alternativen. 

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