Nähprojekte

Wie ich die Liebe zum Nähen für mich entdeckte & warum ich jetzt für dich blogge

1. Oktober 2019
Nähen-mit-meiner-lieblings-nähmaschine

[Unbezahlte Werbung] Erst einmal herzlich Willkommen in meinem kleinen Atelier! Mit dieser kreativen Spielwiese erfülle ich mir den Traum vom eigenen Nähblog. Ich möchte dich inspirieren und an die Hand nehmen, Dinge auszuprobieren – wie beispielsweise kleine Nähprojekte – die du dir aktuell nicht zutraust, die aber JEDER schaffen kann. Es ist einzig und allein die Passion und das Durchhaltevermögen, die du mitbringen solltest, denn dann ist dein selbstgenähtes Lieblingsteil gar nicht mehr weit von dir entfernt. Und glaube mir, das Gefühl dein Kleidungsstück dann selbst zu tragen oder in einer liebevollen Schachtel an einen besonderen Menschen zu verschenken, macht die Tränen, die Ungeduld und mögliche Verzweiflung beim Nähen wieder wett. Und ehe du dich versiehst, sitzt du erneut an der Nähmaschine und schneiderst an Nähprojekt Nummer zwei.

Meine Ziele des Blogs

Blogs gibt es viele. Gerade der DIY-Trend hält an und zahlreiche Begeisterte, mich eingeschlossen, möchten inspirieren und motivieren, sich daran selbst zu versuchen. 

Ich möchte dir besondere, elegante selbstgenähte Teile vorstellen. Ganz nach dem Motto „Think big“. Teile, die du vielleicht nur einmal im Monat trägst, aber die dir Bewunderung zuteil werden lassen. Weil dich die Kollegin fragt „Wo hast du das schöne Teil denn her?“ oder weil du morgens vor der Arbeit vor dem Spiegel stehst, dich ansiehst und dir denkst „Wow, das habe ich selbst geschafft“. 

Glaube mir, dieses Gefühl ist unglaublich! 

Basic Shirts gibt es bei den bekannten Modeketten schon ab 10 Euro, alleine der Stoff dafür im Stoffladen ist teurer – mir persönlich fehlt da etwas das Verhältnis. Aus genau diesem Grund konzentriere ich mich, wie bereits gesagt, auf das Besondere, Elegante, Außergewöhnliche. Ich spreche von diesen Kleidungsstücken in deinem Schrank, die du nie weggeben wirst, weil sie dich, wenn du sie trägst, strahlen lassen – und zwar vor Stolz. 

Doch was wäre ein Blog ohne eine persönliche Note? Deshalb darfst du dich auf Schnitte, Looks, Accessoires und Inspirationsthemen freuen, die mich widerspiegeln. Meinen Stil, meine Passion für den Brit Chic, für französische Eleganz, für Retro-Kleider, passende Accessoires und Kulturthemen. 

Bei SEWING & SCONES sollst du in eine Welt entführt werden, die zum Träumen einlädt. Ich nehme dich mit in die Künstlergassen des Montmartre, führe dich durch die malerische Innenstadt von Oxford und mit aufs Land, wo die Uhren langsamer ticken. 

Ich wünsche mir von Herzen, dass du nicht nur durch meine selbstgenähten Kleidungsstücke und Accessoires inspiriert wirst, sondern, dass du an dich glaubst, dass du es schaffst und dich von dem Gefühl verzaubern lässt, etwas Eigenes genäht zu haben.

Das erwartet dich bei SEWING & SCONES

  • Inspiration für Nähprojekte und DIY
  • Besondere, elegante Kleidungsstücke, inspiriert vom Brit Chic und französischer Eleganz
  • Stylingtipps zu den selbstgenähten Werken
  • Inspirierende Themen, sei es Nähen, DIY, Reisen oder Kultur, die mich beschäftigen

Wenn du dich fragst, warum der Blog SEWING & SCONES heißt, schaue auf meine Über mich Seite, dort erkläre ich dir, was es damit auf sich hat.

Meine Geschichte – wie ich zum Nähen kam

Wenn ich meine Geschichte so überdenke, bevor ich mit dem Schreiben dieses Absatzes beginne, fällt mir eigentlich nur eine abgedroschene Redewendung ein, die es auf den Punkt bringt: „Übung macht den Meister“. Denn tatsächlich habe ich einfach begonnen, geübt, verbessert, mir mehr zugetraut und irgendwann war ich an dem Punkt, dass die Kleidung vorzeigefähig war. Doch fangen wir von vorne an.

Klischee aber wahr: Alles begann mit Selbstgenähtem für meine Stofftiere

Die Nähmaschine war noch weit entfernt, doch Nadel und Faden haben mir es schon angetan. In meiner Kindheit sammelte ich Bänder, alte Vorhänge, alte Laken und abgetragene Kleidung meiner Mutter, und kreierte daraus Kleider für meine Stofftiere. Wie bereits gesagt, war alles mit der Hand genäht, doch im Nachhinein betrachtet, war das in dem Alter schon eine kleine Leistung.

Nach einigen weiteren kleineren Projekten, machte meine Mutter Nägel mit Köpfen – sie lieh Omas Nähmaschine, da wir zu dem Zeitpunkt gar keine eigene im Haus hatten. Und da saß ich nun in der Küche, vor diesem beige-grauen Ungetüm, völlig überfordert mit den ganzen Hebeln und Rädchen und den zwei Fäden, die irgendwie in der Mitte zusammentrafen, um eine Naht zu bilden. Nach einer kleinen Einweisung in die Funktionsweise der Nähmaschine, legte ich auch schon los. Doch die Begeisterung blieb aus, denn die Maschine war alt, hatte einige Tücken und war vermutlich auch nicht optimal eingestellt. Der Faden riss oder der Stoff wurde eingezogen – genau weiß ich es nicht mehr, doch der Funke sprang nicht über.

Es wird ernst: Die Nähmaschine und ich werden doch Freunde

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, doch zu einem Geburtstag schenkte mir meine Mutter eine kleine Reisenähmaschine. Sie konnte nur einen Stich, hatte aber natürlich Ober- und Unterfaden und war das perfekte Instrument für ein Kind, diese komplexe Maschine besser zu verstehen. Mit ihr machte ich ein paar kleinere Projekte. Die Angst vor der Nähmaschine war verflogen. Doch wer hätte es gedacht, die kleine Maschine, oder sollte man sagen das „Spielzeug“, kam schnell an seine Grenzen.

Einige Zeit später entdecke meine beste Freundin ebenfalls die Liebe fürs Nähen für sich. Von nun an bestanden unsere Treffen unter anderem aus Nähen. Die Nähmaschine ihrer Mutter war top in Schuss und so kam es, dass wir die ersten tragbaren Kleidungsstücke fertigten. Gut, es waren Kostüme für Fasching und die Schultheater-Vorstellung. Doch das war gut so, denn sie hatten Fehler – viele Fehler. Wenn wir heute darüber reden, schmunzeln wir über uns selbst. Was und wie wir es gemacht haben war unsinnig und unlogisch, doch es hat uns weitergebracht und war ein wichtiger Prozess. Schon damals liebte ich es, wie wir bis nachts um 3 oder 4 an der Maschine saßen, um fertig zu werden. Die eine hat gebügelt, die andere genäht – und umgekehrt. Es war Teamwork und unser Stolz am Schluss kaum in Worte zu fassen. 

Diese Erlebnisse waren prägend – denn viele unterschätzen, wie bereichernd es für einen selbst ist, etwas eigens Geschaffenes in die Welt hinaus zu tragen.

Der Startschuss für meine Nähkarriere: Das Abiballkleid

Mittlerweile hatte ich meine eigene Nähmaschine – das war ein Gefühl von Freiheit. Etwas Stoff, etwas Faden und einige Stunden später hatte man etwas geschaffen. Es ist nicht wie Stricken – das dauert bei mir manchmal Wochen – beim Nähen sieht man schneller Ergebnisse und ich glaube deshalb hat mich diese Handarbeit einfach so gepackt.

So kam es also, dass ich mir das Ziel gesetzt hatte, mein Abiballkleid selbst zu nähen. Und jetzt, einige Jahre später finde ich diese Entscheidung selbst ziemlich inspirierend. Denn ich hatte mir für einen Ball, an dem gefeiert werden sollte, was wir alle mit harter Arbeit geschafft hatten, ein kleines Kunstwerk geschaffen, auf das ich ebenfalls unfassbar stolz war. Der Stolz war mir also an diesem Abend mehr als ins Gesicht geschrieben. Innerlich habe ich gestrahlt und war glücklich, aus verschiedenen Gründen.

Mein Abiballkleid war genau so wie ich es mir damals vorgestellt hatte. Es hatte immernoch viele Fehler und ohje die Stoffauswahl finde ich heute echt bedenklich, aber zu dem Zeitpunkt war es schlichtweg perfekt. Von nun an konzentrierte ich mich auf Abendmode. Warum? Weil ich nur hier den Sinn erkannte, so viel Mühe und Geld hineinzustecken. Die schönste Kleidung gibt es günstiger in den Läden zu kaufen – fertig genäht wohlgemerkt. Nur Abendkleider sind teurer und können wesentlich günstiger selbstgenäht werden. Fortan nähte ich also für besondere Feste: Die Hochzeit meines Cousins, weitere Bälle in der Familie oder für einen Galaabend – wohlgemerkt OHNE Schnittmuster. Jedes Kleid war ein totales Unikat und passte mir perfekt, ich hatte es mir selbst auf den Leib geschneidert.

Alltagstauglich und elegant: So nähe ich heute

Man glaubt es kaum, aber ich nähe erst seit etwa 3 Jahren mit Schnittmustern. Zuvor habe ich mir Ideen geholt und gelegentlich den Schnitt passender Kleidungsstücke direkt auf Backpapier abgemalt – dass das nicht richtig klappen konnte, war vorprogrammiert. 

Irgendwie haben mich diese Anweisungen in den Nähheften abgeschreckt und diese großen Zettel, auch Schnittbögen genannt, die man einfach nie wieder richtig zusammengefaltet bekommt, waren das pure Chaos für mich.

Doch wer hätte es gedacht – auch daran habe ich mich gewagt und es hat funktioniert. Es ist wie vieles im Leben auf den ersten Blick viel komplizierter, als es dann in der Realität wirklich ist.

Und hier stehe ich nun, habe meinen Stil gefunden und versuche diesen in besonderen, selbstgenähten Key-Pieces zu verwirklichen.

Ich wünsche mir von Herzen, dass ich dich inspirieren kann, es selbst zu versuchen zu nähen. Du musst nicht den gleichen Weg gehen wie ich, beginne ruhig mit den Basics, mache vielleicht auch einen Nähkurs (etwas das ich tatsächlich nie gemacht habe) und taste dich langsam voran. Meine Mission ist es dir zu zeigen, dass es möglich ist, auch ohne große Kenntnisse und mit viel Geduld, schöne und besondere Kleidungsstücke und Accessoires zu zaubern, die dich stolz machen, zum Strahlen bringen und dir zeigen, dass du alles schaffen kannst.

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